Bretzenheim ist einer der ältesten Orte in der Umgebung von Mainz. Funde aus vorgeschichtlicher, römischer und fränkischer Zeit beweisen, dass das Gebiet des heutigen Mainzer Stadtteils um die Quellen und den Oberlauf des Zaybachs bereits sehr früh besiedelt war. 235 wurde der römische Kaiser Severus Alexander in der Nähe von Mogontiacum (Mainz), der Hauptstadt Obergermaniens, wo sich damals sein Hauptquartier befand, von aufständischen Soldaten ermordet. Als Todesort nennt der Geschichtsschreiber Aurelius Victor einen vicus Britanniae, der in der Forschungsliteratur oft mit Bretzenheim identifiziert wird. Wenn diese Annahme zutrifft, handelt es sich um die älteste Bezeugung von Bretzenheim; der Name ist dann von dort siedelnden Briten abgeleitet. Den Namen des fränkischen Dorfs nennen einige Urkunden des 8. und 9. Jahrhunderts: Brittinheim, Brizzenheim u.ä. Im Mittelalter ist Bretzenheim erstmals in einer Urkunde vom 18. Januar 752 als villa nominata Prittonorum bezeugt. Die Gleichsetzung des antiken vicus Britanniae mit Bretzenheim ist in der Forschung umstritten. Die Gegner dieser Hypothese argumentieren archäologisch; sie bestreiten die Existenz einer antiken Siedlungsverdichtung, die als vicus bezeichnet werden könnte, in Bretzenheim. Ihrer Ansicht zufolge ist villa Prittonorum eine Sprachspielerei eines gelehrten Urkundenschreibers und der Ortsname in Wirklichkeit von dem Personennamen Bretzo abgeleitet. Demnach spielte ein Mann namens Bretzo in der Frühzeit der fränkischen Besiedlung eine wichtige Rolle.

Quelle: wikipedia


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